Telefonzentrale Medikon: 0 91 91 - 34 14 70

Hotline ausschließlich für Arbeits-, Wege- und Schulunfälle: 0 91 91 - 34 14 77 7

Hyaluronsäure - künstliche Gelenkschmiere

Hyaluronsäure, „künstliche Gelenkschmiere“

Hyaluronsäure ist vielen ein Begriff aus der Schönheitschirurgie und der Kosmetik, als Bestandteil von Cremes, Salben usw.  

Hyaluronsäure ist aber auch ein extrem wichtiger Bestandteil der natürlichen Gelenkflüssigkeit und der Anteil der Hyaluronsäure in der Gelenkflüssigkeit ist in Arthrosegelenken stark vermindert. Deshalb nimmt auch die Injektion von gentechnologisch hergestellter Hyaluronsäure (künstliche Gelenkschmiere) einen immer wichtigeren und etablierten Stellenwert in der konservativen Behandlung leichter und mittelschwerer Arthrosen der Gelenke ein.

Zwei Drittel der Bevölkerung mit einem Alter von über 60 Jahren leiden unter Arthrose. In einer Befragung von 25000 Arthrosepatienten zeigte sich, dass das mechanisch besonders komplizierte Kniegelenk mit 61 Prozent am stärksten betroffen ist, gefolgt von der Wirbelsäule (55 Prozent), dem Hüftgelenk (38 Prozent), dem Schultergelenk (26 Prozent) sowie dem Kiefer- und dem Daumensattelgelenk mit je vier Prozent. (Quelle: Dtsch. Ärztebl. 2002; 99(5): A-306)

Die natürlichen Eigenschaften der Gelenkflüssigkeit (schmieren, dämpfen, filtern) werden durch die Injektion von Hyaluronsäure in das betroffene Gelenk nachweislich wiederhergestellt und somit die mit einer Arthrose verbundenen Beschwerden wie Schmerzen, Bewegungseinschränkung, fehlende Belastbarkeit und Schwellneigung gelindert. Durch die entzündungshemmenden Eigenschaften der Hyaluronsäure wird auch der Bedarf an Schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten (NSAR) häufig überflüssig.

Die Injektion sollte, natürlich stets unter streng aseptischen Bedingungen, drei- bis fünfmal im wöchentlichen Abstand durchgeführt werden. Somit ließ sich in zahlreichen Studien eine deutliche Beschwerdeminderung über 6 bis 12 Monate bei den betroffenen Patienten nachweisen. Auch eine Verlangsamung des unter normalen Bedingungen kontinuierlich zunehmenden Gelenkverschleißes konnte gezeigt werden. Knorpelzellen können sich leider nicht regenerieren und gerade deshalb ist es so wichtig den noch vorhandenen Gelenkknorpel zu schützen und so lang wie möglich zu erhalten.

Auch unmittelbar nach operativen Gelenkeingriffen empfehlen wir, noch im OP Hyaluronsäure in das Gelenk zu applizieren um damit so schnell wie möglich die bei der OP „verlorene“ Gelenkschmiere zu ersetzen.

Gerne beraten wir Sie, ob eine entsprechende Behandlung bei Ihnen sinnvoll ist, welches Präparat speziell für Sie geeignet ist und auch, welche Alternativen der Arthrosetherapie für Sie in Frage kommen.

Beratung Dr. Andreas Wetzler

Die Behandlung mit Hyaluronsäure zählt zu den „Individuellen Gesundheitsleistugen“ (IGEL) und ist somit eine Selbstzahlerleistung. In der Regel werden die Kosten aber auch von privaten Krankenkassen und auf individuelle Anfrage von den meisten Berufsgenossenschaften, z.B. bei Folgezuständen nach Arbeitsunfällen, übernommen. Auch hier beraten wir Sie gerne.

Hier können Sie unseren Infoflyer herunterladen:

Top

Liebe Patienten,
in unserer Praxis besteht auch ab dem 02.09.2021 weiterhin FFP2-Maskenpflicht. Bitte tragen Sie daher während Ihres gesamten Aufenthalts bei uns Ihre FFP2-Maske!

Vielen Dank.
Ihr Medikon-Team